Rolf Rudin wurde 1961 in Frankfurt am Main geboren und studierte dort sowie in Würzburg Schulmusik, Komposition, Dirigieren und Musiktheorie. Nachdem er zehn Jahre Musiktheorie an der Frankfurter Musikhochschule unterrichtet hat, lebt er nun als freischaffender Komponist in der Nähe von Frankfurt am Main.

Er war unter anderem Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und wurde 1990/91 vom Bayerischen Kultusministerium mit einem Stipendium für einen halbjährigen Paris-Aufenthalt an der Cité Internationale des Arts ausgezeichnet. 2010 erhielt er den Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises für herausragende kulturelle und künstlerische Leistungen. Etliche seiner Kammermusik-, Chor- und Orchesterwerke wurden auf deutschen und internationalen Wettbewerben prämiert und finden sich mittlerweile auf Konzertprogrammen weit über deutsche Grenzen hinaus; so in Europa, den USA, Kanada, Australien und auch dem asiatischen Raum.

Von 1999 bis 2005 war Rolf Rudin Mitglied des internationalen Vorstandes der WASBE, einer weltweit aufgestellten Bläserorganisation und seit 2003 engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender der Ländersektionen Hessen/Saarland/ Rheinland-Pfalz des Deutschen Komponistenverbandes. 2011 wurde Rolf Rudin in den Fachausschuss „Bildung“ des Deutschen Kulturrates berufen, dessen Mitglied er bis 2016 war. Seit November 2012 ist er Präsident der deutschen Sektion der WASBE.

Seine Werke entstehen meist als Auftragswerke für verschiedene Institutionen, Orchester, Ensembles und Interpreten im In- und Ausland und einige Kompositionen wurden als Pflichtstücke für deutsche und internationale Wettbewerbe nominiert. Mittlerweile sind seine kompositorische Arbeiten auf über 60 CDs und bei vielen Rundfunkanstalten im In- und Ausland durch Produktionen und Mitschnitte dokumentiert.

Workshops und Seminare in Komposition, Analyse, Instrumentation, Dirigieren und Interpretation eigener Werke, zu denen er im In- und Ausland eingeladen wird, erweitern seine Aktivitäten und fördern die Zusammenarbeit zwischen Komponist und Interpreten.

Rolf Rudin dirigierte das LBJO Hessen im Jahr 2010 und führte im Herbst 2017 mit „Klingsteinberg“ die erste Auftragskomposition des Orchesters als Uraufführung auf.